Logistik wird mit BETTERFLOW Aerodynamischer, Profitabler und umweltfreundlicher

Logistik wird mit BETTERFLOW Aerodynamischer, Profitabler und umweltfreundlicher –

PEM MOTION hilft MIT

Seit 2012 beschäftigt sich das Unternehmen BETTERFLOW mit der Aerodynamik von LKW. Mehr als acht Jahre hat es bis zur Perfektion gedauert. Jetzt geht das automatische Heckflügelsystem mit weiteren Add-ons in die Serienproduktion. Gerade rechtzeitig, ist das Ziel, die deutschen Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren, grandios gescheitert. Im Verkehrssektor gab es sogar einen leichten Anstieg der Treibhausgase. Außerdem hat die EU beschlossen, dass der CO2-Ausstoß von neuen LKW und Bussen bis 2025 um 15 % und bis 2030 um 30 % sinken muss – sonst drohen Sanktionen.

BETTERFLOW setzt da an, wo das Einsparpotenzial am größten ist, denn einen Großteil des Kraftstoffverbrauchs bei einem Trailer bedingt der Luftwiderstand. Der große kastenartige Aufbau und die hohe, breite Front der Sattelzüge bieten der Luft eine gewaltige Angriffsfläche. Ein windschnittiges Design des Sattelzuges wirkt dem
Effekt entgegen.

Aeropaket verbessert den cW-Wert um 20 %   

 

Die BETTERFLOW Heckflügel RearFLOW sind das zentrale Element der aerodynamischen Optimierung. Das automatische Heckflügel-System öffnet sich selbsttätig ab einer Geschwindigkeit von etwa 60 Stundenkilometern. Der Luftwiderstandsbeiwert (cW-Wert) verringert sich um knapp 9 %; zusätzliche Aero-Komponenten verbessern diesen Effekt. LowFLOW beispielsweise ist eine von vorne bis hinten unter dem Trailer straff gespannte Membran. Sie verbessert den Luftwiderstand indem sie den Luftstrom unterhalb des Trailers glättet. HighFLOW ist ein Dachspoiler, der an der vorderen Trailerkante über der Kühlmaschine angebracht ist. Er optimiert den Übergang von Truckdach zum Trailer. Das Aeropaket ist in der Lage, den cW-Wert um etwa 20 % zu verbessern.

BETTERFLOW brauchte für die Produktion der Aeroelemente einen kompetenten Partner, der die Bauteile hinsichtlich der Produktionskosten optimiert und Möglichkeiten findet, sie in entsprechender Anlaufstückzahl zu produzieren. Jeweils Kernkompetenzen von PEM Motion.

Produktionsplanung und Skalierbarkeit berücksichtigen

 

 

 

„Uns ist vor allem eine auf die unternehmerischen Gegebenheiten und Bedürfnisse des Kunden zugeschnittene Produktionsplanung wichtig: Eine gute Skalierbarkeit bei tragbarem Invest ist dabei für Start-ups im Produktionsanlauf von essentieller Bedeutung“,

so Carl Richter,
Director Digital Drive bei PEM Motion.

 

 

 

 

In einem ersten Schritt hat PEM Motion das patentierte Heckflügelsystem weiterentwickelt. „Die Heckflügel decken die Hälfte der Einsparung ab, die man mit Aeropaketen aus heutiger Sicht erlangen kann“, berichtet Dirk Sieprath von BETTERFLOW. Dann folgten die Komponenten HighFLOW und LowFLOW mit denen BETTERFLOW die Aerodynamik noch deutlich weiter verbessert.

Enno Lohse, Senior Technology Expert im Bereich Prototypenbau bei PEM Motion, erklärt: „Die Idee kam von BETTERFLOW, die Konstruktion von uns.“ So setzt PEM Motion als wichtiger Entwicklungspartner von BETTERFLOW die Ideen der BETTERFLOW-Gründer Dr. Rainer Buffo und Ingo Martin um und bringt Erfahrung im Bereich Konstruktion sowie Zugriff auf nötige Werkzeuge ein.

 

Umfangreiche Testphase läuft

Nachdem PEM Motion erste Prototypen konstruiert hat beginnt für BETTERFLOW nun die Markteintrittsphase. Dazu gehört eine umfangreiche Testphase. Denn wieviel ein Sattelzug einsparen kann, hängt von vielen Faktoren ab: der Zugmaschine, Wind und Wetter, der Beladung und Fahrweise, der Strecke und vor allem der tatsächlichen Geschwindigkeit.

BETTERFLOW führt deshalb von November 2019 an einen großangelegten Pilottest durch. In vier Monaten fahren ca. 50 Fahrzeuge je 10 bis 15 Tausend Kilometer monatlich durch ganz Europa – also insgesamt zwei bis drei Millionen Testkilometer. Die Pilotpartner sind innovative Speditionen aus unterschiedlichen Ländern. Sie testen das BETTERFLOW Aeropaket im Alltag.

 

 

Dr. Rainer Buffo erklärt:

„Wir können unseren Kunden nur ein System verkaufen, dass absolut alltagstauglich ist.
Mit dem Pilottest können wir ausschließen, dass es später in der Serie hakt.“

 

 

 

„Durchschnittlich sparen Sie damit 1,5 Liter auf 100 Kilometer“, verspricht Ingo Martin vorab. Denn es gab bereits Windkanal-Versuche, Computer-Simulationen und rechnerische Prognosen, die das das Einsparpotenzial der aerodynamischen Innovationen von BETTERFLOW bestätigten. Im Sommer 2018 bestimmte eine Testreihe mit der IAV (Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr) und der Prüfgesellschaft DEKRA eine Dieseleinsparung von 1,7 Liter auf 100 Kilometern.

Über die gesamte Lebensdauer spart das Aeropaket so zwischen 10.000 und 20.000 Liter Diesel, was mehr als 50 Tonnen CO2 entspricht. Beachtliche Zahlen, wenn man bedenkt, dass nicht nur der Dieselpreis in den kommenden Jahren steigen wird, sondern auch, dass die CO2-Emissionen in naher Zukunft immer stärker besteuert werden.

 

Nutzfahrzeug-Mobilität der Zukunft

 

Die BETTTERFLOW Ingenieure planen längst die nächsten Schritte und präsentieren die 2025er Version der aerodynamischen LKW-Optimierung. Anbauteile, die den Luftwiderstand reduzieren, existieren dann in allen Bereichen des Fahrzeuggespanns und sind zunehmend integrale Bestandteile. Noch weiter in der Zukunft ist das 2032er Modell; es berücksichtigt Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung der Logistik.

 

 

Gemeinsam arbeiten PEM Motion und BETTTERFLOW so an der Nutzfahrzeug-Mobilität der Zukunft, wobei bereits weitere Ideen hinsichtlich einer Zusammenarbeit am Truck der Zukunft im Raum stehen. „Datenbasierte Geschäftsmodelle und IOT-Anwendungen könnten intelligente Schnittstellen sein“, so Sieprath mit Blick auf UZE Mobility, eine Ausgründung von PEM Motion. Doch erst einmal freut sich PEM Motion schon bald viele Lkw mit Flügeln auf den Autobahnen fahren zu sehen.